| Gerade 24 Jahre ist Christijan Albers jung, am
Lenkrad seines AMG- Mercedes CLK bot er auf dem Sprint-Kurs des
Nürburgrings eine außergewöhnlich routinierte Vorstellung. Der
Niederländer gewann nach 41 Runden souverän mit einem Vorsprung von
7,954 Sekunden den turbulenten dritten Saisonlauf der DTM vor seinem
Markenkollegen Marcel Fässler. Albers setzte sich mit einem Vorsprung
von drei Punkten an die Tabellenspitze der DTM.
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| Nach 41 Runden überquerte Albers als
Erster die Ziellinie |
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Nach toller Aufholjagd von Startplatz elf aus eroberte
Champion Laurent Aiello (Abt-Audi) als Dritter noch einen Podestplatz.
Diesen luchste er in spannenden Duellen dem dreifachen DTM-Meister
Bernd Schneider (AMG-Mercedes CLK) ab, der Vierter wurde. Die beiden
besten Opel-Piloten waren zwischenzeitlich zielstrebig auf Podestkurs.
Peter Dumbreck jedoch fiel nach einer Kollision mit Bernd Schneider
zurück, Alain Menu verlor Rang drei, als er bei der Ausfahrt nach
seinem zweiten Pflicht-Boxenstopp eine Trennlinie überfuhr und zu
einer Straffahrt durch die Boxengasse verurteilt wurde. Insgesamt
kamen am Rennwochenende 38.000 Zuschauer an den Nürburgring. Sie
erlebten Tourenwagensport der Extraklasse. In die Punkteränge fuhren
drei Abt- Audi, drei Mercedes-Benz und zwei Opel.
Christijan Albers: "Eine tolle Leistung des gesamten Teams"
Im Kampf um die Pole Position musste sich Christijan Albers seinem
Mercedes-Kollegen Marcel Fässler zwar noch knapp geschlagen geben, 24
Stunden später drehte der Youngster den Spieß aber um und holte nach
der Paradevorstellung vor 14 Tagen auf dem Adria Raceway den zweiten
DTM-Sieg seiner Karriere. "Ich bedanke mich beim ganzen Team. Sie
haben mir ein tolles Auto hingestellt. Es ist faszinierend, in einem
Werksteam zu fahren. Hier kann ich zeigen, was ich gelernt habe",
erklärte ein freudetrunkener Albers. Mercedes- Sportchef Norbert Haug
lobte: "Eine wunderbare Fahrt von Christijan und Marcel. Die DTM war
noch nie so umkämpft wie in diesem Jahr."
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| Zeigte eine kämpferische und faire
Vorstellung: Laurent Aiello |
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Laurent Aiello: "Mein Geschenk für mich"
Zwei Tage vor dem Rennen war Laurent Aiello 34 Jahre alt geworden.
"Das größte Geschenk", so hatte der DTM-Champion prophezeit, "mache
ich mir am Sonntag mit einem Pokal selbst." Da passte Startplatz elf
nicht ins Konzept. Doch mit einer fehlerfreien, kämpferischen Leistung
eroberte der Franzose den dritten Rang: "Ich bin das Rennen ruhig
angegangen. Im Renntrimm war mein Auto sehr gut, außerdem waren die
Boxenstopps perfekt und die Strategie auch. Wenn ich um den Titel
mitfahren will, muss ich aber im Training noch besser werden."
Siegchancen hatte Aiellos Markenkollege Mattias Ekström. Der Schwede
setzte sich beim Start an die Spitze, doch dann kostete ihn eine
falsch aufgesetzte Radmutter beim Boxenstopp soviel Zeit, dass er nur
Siebter wurde. Teamchef Hans-Jürgen Abt trauerte: "Schade, Mattias ist
sensationell gefahren. Aber Fehler passieren nun mal."
Peter Dumbreck: "Unser Astra war am Nürburgring bärenstark"
Gemischte Gefühle bei Opel: Denn jene beiden Piloten, die schließlich
die Punkteränge fünf und sechs - Peter Dumbreck und Alain Menu -
eroberten, lagen zwischenzeitlich auf Kurs Richtung Podest. Peter
Dumbreck warf ein Dreher, ausgelöst durch die Kollision mit Bernd
Schneider zurück. "Ich bin insgesamt sehr froh, dass wir im Renntempo
mit den Audi und den Mercedes mithalten konnten", sagte der Schotte.
Dumbreck konnte nicht nur mithalten: Er drehte im Verlauf des Rennens
immer wieder die schnellsten Runden im Feld. "Das war eine tolle
Demonstration der Möglichkeiten unseres Astra V8 Coupés", sagte
Opel-Sportchef Volker Strycek. "Die Fortschritte mit dem Auto sind
fantastisch. In Hockenheim haben uns mit den brandneuen Astra sechs
Zehntel gefehlt, und jetzt sind wir bereits direkt am Auspuff der
Konkurrenz." Opels Bester Peter Dumbreck bestätigte: "Unser Astra war
am Nürburgring bärenstark. Wenn wir diese Form mit zum nächsten Rennen
an den Lausitzring nehmen können, sind wir dort für
Podiumsplatzierungen allemal gut gerüstet." |